Du leidest an einer Divertikel-Erkrankung und möchtest eine Divertikelentzündung vermeiden?
Mit einer optimierten Ernährung kannst du den Verlauf positiv unterstützen und Entzündungen der Divertikel vorbeugen.
Die Divertikulose (Divertikelerkrankung) und Divertikulitis (Divertikelentzündung) gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Verdauungstrakt. Die Häufigkeit nimmt mit zunehmenderen Alter stark zu, wobei auch immer mehr jüngere Menschen betroffen sind.
Bei einer Divertikulose spricht man Divertikel (Ausstülpungen in der der Darmwand) im Dickdarm. Die Divertikulitis bedeutet, dass sich diese Divertikel entzünden. Diese Ausstülpungen können durch Muskelschwäche in der Darmwand entstehen. Neben den Umweltfaktoren spielt auch die genetische Vorbelastung eine wichtige Rolle in der Entwicklung.
Die Diagnose wird von Ihrem behandelten Arzt/Ärztin gestellt und Anamnese, Blutlabor und Ultraschall oder Computertomographie werden als Unterstützung heran gezogen.
Eine konservative Divertikulitis ist meist nach ca. 6-8 Wochen ausgeheilt. Die Divertikel bleiben jedoch bestehen und es besteht die Gefahr, dass sich diese erneut entzünden können.
Je nach Verlauf der Divertikulitis unterscheidet man laut den aktuellen Leitlinien zwischen konventioneller Therapie (medikamentös) oder chirurgischer Therapie.
Beeinflussbare Risikofaktoren in Bezug auf die Divertikulitis
· Übergewicht/Adipositas
· Bewegungsmangel
· Nikotin
· Schädlicher Alkoholgebrauch
· Geringer Anteil an Ballaststoffen in der Ernährung
· Große Menge an rotem Fleisch
Unterschieden wird bei der Ernährungstherapie zwischen Divertikulose (bestehende Divertikel, aber keine Entzündung; Prävention) und einer Divertikulitis (bestehende Entzündung, Therapie)
Vorbeugung einer Divertikulitis / Ernährung bei Divertikulose (Remissionsphase)
· Basis: ausgewogene und vollwertige Ernährung
· Ballaststoffreiche Ernährung
Eine ballaststoffreiche Kost (>30g/ Tag – entspricht den Empfehlungen der Österreichischen und deutschen Gesellschaft der Ernährung) dient der Vorbeugung von Divertikeln, da die Darmmuskulatur u.a. durch die Ballaststoffreiche Kost ‚trainiert‘ wird.
· Es ist kein Verzicht von Nüsse, Körner, Mais und Popcorn notwendig
· Verzehr von rotem Fleisch sollte eingeschränkt werden.
· Ausreichende, energiefreie Flüssigkeitszufuhr
· Reduktion des Alkoholkonsums
· Normalgewicht anstreben
· Regelmäßige körperliche Bewegung
Bei geringer Ballaststoffzufuhr oder –akzeptanz über die Ernährung, sollte eine Überlegung hinsichtlich löslicher Ballaststoffe (z.B. Duofibre) zur Deckung des Bedarfes angedacht werden.
Für weitere Ernährungsempfehlungen fehlt derzeit die Evidenz.
Therapie einer bestehenden Divertikulitis (Schubphase)
· Ausgewogene Kost
· Basis angepasste Vollkost, um den Verdauungstrakt zu entlasten
· Symptomorientierte Ernährungstherapie
· Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
· Bei medikamentöser Therapie ist begleitend eine Probiotika-Therapie empfohlen
Sollten Verstopfung (Obstipation) oder ein harter Stuhlgang Thema sein, ist eine Anpassung der Stuhlkonsistenz durch lösliche Ballaststoffe (z.B. Duofibre) empfohlen.
Für weiteren Fragen schreibe mir eine Nachricht oder vereinbare einen Termin zur individuellen Betreuung bei Divertikulose/Divertikulitis.
Dieser Blogbeitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt eine individuelle Beratung nicht!
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